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Voith setzt auf einen schnellen Scrum Ansatz für Präzision, Geschwindigkeit und Teamgeist

Das Scrum-Modell

Gezielte Innovationen für einzelne Kunden erreicht Voith mit den neuesten Methoden und Tools. Dabei hat sich der Scrum-Ansatz mit seiner Präzision, Geschwindigkeit und seinem Teamgeist bewährt.

Innovation ist ein kniffliges Geschäft. Es liegt in der Natur der Sache, dass am Anfang eines Projekts nur eine begrenzte Menge an Wissen und Erfahrung vorhanden ist, was die Planung und Entscheidungsfindung erschwert. Bei der Entwicklung von maßgeschneiderten Innovationen für individuelle Kunden und Situationen setzt Voith auf die neueste Generation von agilen Problemlösungsansätzen: Design Thinking und Scrum-basierte Entwicklungsmethoden. Ein jüngstes Beispiel ist die Entwicklung des neuen VariFlex Performance Rollenschneiders für die Shandong Chenming Paper Holdings Ltd. mit Sitz in China.

Zusammenarbeit in Echtzeit

Bei Voith beginnt alles mit Design Thinking, einem iterativen kollaborativen Prozess, der ganz vom Kunden, seinen individuellen und einzigartigen Herausforderungen und ihren Auswirkungen auf das Geschäft ausgeht. Die Lösung wird dann mit Scrum-basierten Methoden erforscht, entwickelt und implementiert. Der Begriff „scrum“ stammt aus dem Rugby und beschreibt den intensiven Moment, in dem sich die Spieler einer Mannschaft zusammendrängen, um gemeinsam den Ball zu erobern. In der Produktentwicklung bedeutet Scrum, dass ein multidisziplinäres Team gemeinsam nach einer Lösung sucht. Im Gegensatz zum normalen Vorgehen, wo jede Entwicklungsphase eine erneute Abstimmung zwischen Abteilungen erfordert, ermöglicht die Scrum-Methode allen Beteiligten von Anfang an die direkte Zusammenarbeit als eng vernetztes Team.

Mit Scrum zeigen sich die Probleme früher und können daher schneller behoben werden.
Daniel Jürgens, Product Manager Winder, Division Paper

„Der Vorteil dieser Arbeitsweise besteht darin, dass jeder gleichermaßen für den Erfolg des Projekts verantwortlich ist“, sagt Nils Matthies, Managing Director, Voith Innovation Lab, Berlin, und ein Spezialist für Design Thinking und Scrum bei Voith. „Anstatt dass jeder nur sein eigenes, abgegrenztes Aufgabenfeld bearbeitet, engagieren sich alle Teammitglieder in einem hohen Maß dafür, dass das Projekt als Ganzes erfolgreich ist.“

Konkrete Innovationen

Die Theorie hört sich spannend an, doch wie funktionieren diese dynamischen Projektmanagementprozesse in der Praxis? Kurz gesagt: sehr gut. Im Frühjahr 2016 bestellte die Shandong Chenming Paper Holdings Ltd. für ihre Papierfabrik in Shouguang einen übergroßen Rollenschneider, der Papierbreiten von bis zu 10 Metern verarbeiten kann. Hervorragende Neuigkeiten! Nur mit dem Nachteil, dass Voith zu diesem Zeitpunkt nur Doppeltragwalzenroller bis 8,8 Meter im Programm hatte und dem Kunden eine Inbetriebnahme der Maschine innerhalb von zwei Jahren vorschwebte. Anstatt eine maßgeschneiderte Maschine für Shouguang zu entwickeln, entschied sich das Entwicklungsteam, ein komplett neues Rollenschneidermodell zu entwickeln, das an zukünftige Kundenbedürfnisse angepasst werden kann.

Das Ergebnis: Der VariFlex Performance Rollenschneider wurde termingerecht entwickelt und geliefert.

An dieser Stelle trat Daniel Jürgens, Product Manager Winder, Division Paper, in Aktion. „Die einzige Möglichkeit, die sehr ambitionierte Deadline zu erfüllen, war die Entwicklung des Produkts nach der Scrum-Methodik“, erläutert er. Er stellt in kurzer Zeit ein multidisziplinäres Team zusammen: eine Mischung aus Automatisierungsingenieuren, Konstrukteuren, Einkäufern, Verkäufern, Montagearbeitern und vielen anderen. Alle arbeiteten im selben Büro, Tisch an Tisch, und spielten sich die Ideen zu. Jede identifizierte Aufgabe wurde in Teilaufgaben heruntergebrochen, die innerhalb eines kurzen, festgelegten Zeitabschnitts, „Sprint“ genannt, zu erledigen waren. Jürgens organisierte Stand-ups – kurze, regelmäßige Meetings – mit allen Teilnehmern, auf denen der Fortschritt des jeweiligen Sprints besprochen wurde und Probleme geklärt wurden.

„Da jeder von Anfang an beteiligt ist, kommen mögliche Konstruktions- oder Entwicklungsfehler viel früher ans Licht“, sagt er. Probleme wurden im persönlichen Gespräch anstatt per E-Mail geklärt, wodurch die Offenheit und der Zusammenhalt im Team gestärkt wurden.

Fast facts

Die schnelle, effiziente Entwicklung des anpassbaren VariFlex Performance Rollenschneiders ist ein Erfolg für Scrum-basierte Ansätze. Es war eine strategische Entscheidung, ein neues Rollenschneidermodell zu entwickeln anstatt einer maßgeschneiderten Maschine. Durch Anwendung der Scrum-Methode konnte das multidisziplinäre Team den sehr ambitionierten Liefertermin einhalten.

3.000 m/min Maschinengeschwindigkeit

12 VariFlex Performance Rollenschneider seit 2017 verkauft

25 Sekunden Set-Wechseldauer, hochzuverlässig durch intelligente Konstruktion und minimale Anzahl beweglicher Teile

Ein zukunftsorientiertes Ergebnis

Das Ergebnis: Der VariFlex Performance Rollenschneider wurde Ende 2017 an Shandong Chenming Paper geliefert und im Frühjahr 2018 in Betrieb genommen. Noch einmal hervorragende Neuigkeiten! Besonders für den Kunden, aber auch für Voith. Denn indem das Scrum-Team eine neue Arbeitsweise definiert hat, hat es auch die strategischen Grundlagen für einen Rollenschneider gelegt, der sich schneller und effizienter an individuelle Kundenwünsche anpassen lässt.

Seit Lieferung des ersten VariFlex Performance Rollenschneiders für Shouguang Ende 2017 hat Voith bereits zwölf weitere Exemplare dieses Modells verkauft. „Scrum ist nicht unbedingt immer die schnellere Art, Dinge zu tun, aber dieser Ansatz ist definitiv gezielter und fokussierter“, fasst Matthies zusammen.

Der Erfolg von Scrum wurde im gesamten Unternehmen bemerkt. Angetrieben von seinem Engagement für Kundenzufriedenheit, Effizienz und Qualität wird Voith den Einsatz von Design Thinking und Scrum-Ansätzen in Zukunft ausbauen. „Ein gezielter Scrum-Ansatz bringt den Kunden Qualitäts- und Effizienzvorteile“, fügt Jürgens hinzu. „Denn mit Scrum zeigen sich die Probleme früher und können daher schneller behoben werden. Und Scrum ist auch gut für uns. Es ist sehr spannend, mit Kollegen aus unterschiedlichen Abteilungen zusammenzuarbeiten, und wir waren erstaunlich produktiv. Wir hatten einen Riesenspaß.“

Erfolg mit regelmäßigen Stand-ups: Meetings mit klarem Fokus führen zu besserer Kommunikation und Produktivität.
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