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Australien: Potenzial für Pumpspeicherkraftwerke

Die Zukunft von Australien speichern

Die Kohlekraftwerke in Australien werden nicht jünger. Zum Glück kündigt ein boomender Markt für erneuerbare Energien eine strahlende Zukunft für das Land Down Under an – dabei werden Investitionen in Pumpspeicherlösungen eine wichtige Rolle spielen.

Mit der Eröffnung des Büros in Sydney ist Voith Hydro bestens positioniert, um zeitnahe und sinnvolle Lösungen für ein Land zu liefern, das große Herausforderungen meistern muss.

Australien stand vor einem Problem: Enorme Entfernungen, unterschiedliche Energiesysteme, Klimawandel, steigender Verbrauch und alternde Kohlekraftwerke ließen das Land vor einer drohenden Energiekrise zittern. Lösungen mussten her – und zwar schnell, wenn in Australien nicht das Licht ausgehen sollte. Mit der Eröffnung eines Büros in Sydney kommt Voith Hydro genau zum richtigen Zeitpunkt, um auf der Begeisterungswelle zu segeln, die von den Möglichkeiten zur Nutzung erneuerbarer Energien ausgelöst worden ist. Voith wird von diesem neuen Standort aus langfristige, maßgeschneiderte Strategien – einschließlich Pumpspeicherung – anbieten, so wie Australien sie gerade am dringendsten braucht.

Die aktuelle Situation

Mit einer Fläche von 7,692 Millionen km² fehlt es Australien nicht an Platz. Was jedoch fehlt, ist ein stabiles Stromnetz. Der größte Teil der heutigen Stromversorgung des Landes basiert auf Kohle. Aber die Kohlekraftwerke sind überaltert, viele müssen stillgelegt werden. Erneuerbare Energiequellen wie Wind-, Solar- und Wasserkraft machen aktuell 17 % der gesamten Stromerzeugung Australiens aus. Die Wasserkraft bestreitet dabei mit 33,9 % den größten Anteil an der insgesamt erzeugten sauberen Energie. Auf nationaler Ebene kommt Wasserkraft auf eine installierte Kapazität von fast 8.800 MW, von denen fast 50 % durch das größte Wasserkraftwerk des Landes erzeugt werden: das Snowy Mountains Hydro-Electric Scheme.

Diese Patchwork-Energieversorgung stellt eine Herausforderung für die Netzstabilität dar, die durch steigenden Energieverbrauch und tiefgreifende Klimaveränderungen noch verschärft wird. „Es wird immer schwieriger, Energieerzeugung und -verbrauch dauerhaft im Gleichgewicht zu halten“, fasst Regis Simon, Vice President Sales für Südostasien bei Voith Hydro, das Problem des Landes zusammen. 

Als Reaktion darauf und motiviert durch nationale Ziele in puncto Erneuerbarkeit (die früher als geplant erreicht werden sollen) hat das Land Down Under seinen Fokus auf erneuerbare Energien und hier insbesondere auf Technologien gelegt, die zur Wiederherstellung des Gleichgewichts beitragen können. Pumpspeicheranlagen – darunter zwei Großprojekte wie Snowy 2.0 (New South Wales) und die Initiative „Battery of the Nation“ (Tasmanien) sowie verschiedene IPP-Projekte wie Kidston (Queensland), Goat Hill (Südaustralien), Shoalhaven (Neu-Süd-Wales) und andere – sind in den Fokus des politischen und nationalen Bewusstseins gerückt und bieten der Branche zahlreiche Möglichkeiten.

Ein Land mit Potenzial für Pumpspeicherkraftwerke

„Als multifunktionale Kraftwerke haben Pumpspeicheranlagen ein großes Potenzial für die Lösung der Herausforderungen, vor denen Australien steht“, sagt Dr. Klaus Krüger, Leiter Plant & Product Safety and Innovation bei Voith Hydro und einer der führenden Experten des Unternehmens für Pumpspeicherkraftwerke. Die Pumpspeicher-Technologie ist laut Krüger die einzige langfristige, technisch erprobte und wirtschaftliche Form von Energiespeicherung im großen Stil. Eine Aussage, die von einem Gutachten der Australian Energy Resources Assessment (AERA) aus dem Jahr 2018 unterstützt wird, das verlauten ließ, Pumpspeicher-Wasserkraft sei „die ausgereifteste und wirtschaftlich sinnvollste Form für flexible Kapazität“.

Im Vergleich zu Batterien haben Pumpspeicherkraftwerke eine signifikant höhere Leistung, eine deutlich längere Lebensdauer der Anlage und eine höhere Anzahl von Entwicklungszyklen. Darüber hinaus bieten die hochmodernen Einheiten mit variabler Drehzahl von Voith Hydro zusätzliche Vorteile, die für den australischen Strommarkt relevant sind. So z.B. die Fähigkeit, Netzfehler auszugleichen und intermittierende erneuerbare Energien zu stabilisieren, Engpässe bei der Energieübertragung auszugleichen und ein hybrides Energiemanagement bereitzustellen. „Pumpspeicherwerke können sich die Netzinfrastruktur mit anderen erneuerbaren Quellen und Batterien teilen und sie in ein Steuerungssystem integrieren,“ sagt Krüger. „Auf diese Weise kann Voith Hydro eine wichtige Rolle dabei spielen, den Mix von erneuerbaren Energien sinnvoll zu nutzen.“

Die Initiative „Battery of the Nation“ könnte das Wasserkraftpotenzial in Tasmanien nutzen und den Staat ins Zentrum des australischen Energiemarktes rücken.


Das sind gute Nachrichten für ein Land mit anscheinend grenzenlosem Potenzial für Pumpspeicherkraftwerke. Eine Analyse der Australian National University ergab, dass Australien die Kapazität hätte, bis zu 1.000 mal mehr erneuerbare Energien zu speichern, als es jemals benötigen könnte. Darüber hinaus wurden landesweit mindestens 22.000 Standorte identifiziert, die für Pumpspeicherkraftwerke geeignet sind. In den letzten 30 Jahren hat das Land zwar keine großen Pumpspeicheranlagen installiert, doch wird sich nun alles ändern.

„Unter anderem unterstützen die australische Regierung und die Commonwealth-Behörden verschiedene Initiativen. Zur richtigen Zeit, da der Marktanteil erneuerbarer Energien weiterhin zunimmt,“ erläutert Simon. Die australische Regierung steht voll und ganz hinter dem Projekt Snowy Mountains Hydro-Electric Scheme. Hydro Tasmanien hat mit Unterstützung der Australian Renewable Energy Agency (ARENA) ein Konzept für die neue Rolle entwickelt, die Tasmanien auf dem australischen Strommarkt spielen soll. Eine Option, die geprüft wird, ist der Ausbau bestehender Wasserkraftwerke und der Bau eines neuen Pumpspeicherkraftwerks mit einer Leistung von 2.500 MW, um den Bundesstaat zur „Batterie der Nation“ zu machen. Die Regierung von Südaustralien hat sich Anfang dieses Jahres ebenfalls verpflichtet, Mittel für vier neue Pumpspeicherkraftwerksprojekte bereitzustellen. „Pumpspeicherkraftwerke sind eine zunehmend wichtige Komponente des australischen Energiemarktes und bleiben einer der wichtigsten Faktoren bei der Umsetzung der geplanten Energiewende des Landes,“ schließt Simon.

Voith Hydro in Australien

Das Büro von Voith Hydro in Sydney, das Anfang des Jahres seine Pforten öffnete und von David Edwards, Sales Manager für Ozeanien, geleitet wird, ist in einer hervorragenden Position, um Pumpspeicher- und andere Wasserkraftprojekte in Down Under zu fördern. Als HyService-Drehscheibe zielt die neue Dependance darauf ab, lokale Hersteller und Kunden schnell und flexibel mit hochwertigen Geräten, Dienstleistungen und maßgeschneiderten Lösungen zu versorgen, um neue, nationale Wasserkraftinitiativen und Entwicklungspläne zu unterstützen.

„Australien ist ein ungeheuer großes Land,“ sagt Simon. „Eine Vertretung vor Ort hilft uns, geografische Herausforderungen zu meistern und gleichzeitig ein besseres Verständnis für den Markt und die rechtlichen Rahmenbedingungen zu erlangen sowie lokale Partnerschaften zu bilden, um den Bedürfnissen des Landes besser gerecht zu werden.“ Nach einer Eröffnungsfeier mit ausgezeichneter Resonanz wird Voith Hydro mit seiner Erfahrung und seinen hochmodernen Produkten dazu beitragen, dass Australien das Potenzial für Pumpspeicherkraftwerke und Energie voll nutzen wird. So könnte das Land die gesetzten Ziele bezüglich erneuerbarer Energien sogar noch übertreffen und bis 2035 für seinen Energiebedarf zu 100 % auf erneuerbare Energien umsteigen.

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