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Flaggschiff nach Fishbourne: Präzise Manövrierbarkeit für die MV Victoria of Wight mit Voith Schneiderpropellern

Flaggschiff nach Fishbourne

Das neue Flaggschiff der Fährgesellschaft Wightlink, die MV Victoria of Wight, fährt die Route von Portsmouth nach Fishbourne. Sie wurde speziell für herausfordernde Manöver in Häfen konzipiert. Dabei sorgen vier Voith Schneider Propeller (VSP) mit ihrer hohen Zuverlässigkeit und präzisen Manövrierfähigkeit für einen sicheren und wirtschaftlichen Betrieb.
                  

Willkommen in Portsmouth, England. Portsmouth, die einzige Inselstadt Großbritanniens, liegt etwa 110 Kilometer südwestlich von London. Im Großraum Portsmouth leben mehr als 1,5 Millionen Menschen. Verkehrstechnisch sehr bedeutsam für Portsmouth sind die von Wightlink betriebenen Fähren zur Isle of Wight. Seit dem 26. August 2018 liegt im Hafen von Portsmouth ein neues Flaggschiff vor Anker: die MV Victoria of Wight.

Doch die Victoria of Wight ist nicht nur das größte Schiff in der Flotte von Wightlink, sondern überhaupt einzigartig. Diese innovative Fähre, gebaut in der Cemre-Werft im türkischen Yalova, verfügt über einen dieselelektrischen Hybridantrieb, der den Kraftstoffverbrauch, die Emissionen und den Geräuschpegel minimiert. Dies ist wichtig, da die Fähre auch an Wohngegenden entlangfährt und für Wightlink Umweltaspekte eine große Rolle spielen.

Für eine hervorragende Manövrierbarkeit, die erforderlich ist, um bei geringem Tiefgang und engen Hafenbedingungen einen straffen Fahrplan einzuhalten, wurde die Victoria of Wight mit vier VSPs ausgestattet. Diese 5-flügeligen Zykloidalpropeller vereinen Antrieb und Steuerung in einer Einheit. Das Prinzip ist folgendermaßen: Ein mit dem Schiffsboden eben abschließender, mit Propellerflügeln besetzter Radkörper rotiert um seine senkrechte Achse. Jedes Flügelblatt führt eine oszillierende Bewegung um seine eigene Achse durch, die der gleichförmigen Drehbewegung überlagert ist. Auf seiner Zykloidenbahn durch das Wasser generiert jeder Flügel einen hydrodynamischen Auftrieb, sodass insgesamt ein Propellerschub entsteht. Die Stärke des Schubs wird durch eine Kombination dieser Flügelbewegungen bestimmt, wobei der Vektor des resultierenden Schubs binnen weniger Sekunden um 360 Grad gedreht werden kann. Aufgrund seiner Konstruktion bietet dieses Antriebssystem eine gegenüber herkömmlichen Thrustern deutlich verbesserte Manövrierfähigkeit sowie einen präzisen, effektiven und zuverlässigen Antrieb.

Die Victoria of Wight muss sicher durch beengte Hafenbereiche navigieren und dabei einen straffen Fahrplan einhalten. Dies gelingt dem Kapitän und dem Steuermann dank der VSPs reibungslos und zuverlässig. So können 1.208 Passagiere und 178 Autos in der kurzen Umschlagszeit von 15 bis 20 Minuten be- und entladen werden. Dadurch, dass die VSPs das An- und Ablegen beschleunigen, können Fährbetreiber ihre Überfahrtsgeschwindigkeit reduzieren und so erhebliche Mengen an Energie sparen.

Das Steuerungssystem der Victoria of Wight ist eine Spezialanfertigung von Voith. Es verfügt über einen Kombi-Modus, der durch kontinuierliche Anpassung von Propellerdrehzahl und Flügelstellung automatisch den besten Wirkungsgrad generiert. Diese Fähigkeit sowie die übrigen Vorteile des Voith Schneider Antriebskonzepts reduzieren den Energieverbrauch des Schiffes erheblich und passen damit perfekt zu dem auf eine Reduzierung der Kraftstoffkosten und Emissionen ausgelegten Hybridsystem.

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