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Neues Stoffauflaufkonzept MasterJet Pro für Spezialpapiere

Dekorpapier für strapazierfähiges Fußbodenlaminat und Möbel benötigt besondere Eigenschaften. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Voith und Felix Schoeller hat zu einem Durchbruch bei der Fertigung dieser ganz besonderen Spezialsorte geführt.

Indem wir ein kompliziertes Problem für einen Partner lösten, haben wir neue Möglichkeiten für alle eröffnet.
Reinhard Leigraf, Process Technology Engineer für Spezialpapiere bei Voith

Es ist vielleicht schwer zu glauben, aber im Herzen des strapazierfähigsten, wasserbeständigen und kratzfesten Fußbodenlaminats befindet sich eine dünne Lage Dekorpapier. Die optisch attraktivsten Ausführungen erfordern ein Spezialpapier, das höchsten Anforderungen genügt, und das nicht nur bezüglich des Erscheinungsbildes. Absolute Glätte, einfache Imprägnierbarkeit und hohe Beständigkeit gegen mechanische und chemische Belastungen zählen zu den notwendigen Eigenschaften eines solchen Papiers.

„Um dieses Ziel zu erreichen, ist ein ausgefeilter Herstellungsprozess erforderlich, der sich stark von der Herstellung anderer Papiersorten unterscheidet“, erläutert Michael Haffke, Technikmanager in der Papierfabrik Osnabrück der Felix Schoeller Group, ein angesehener Hersteller von Spezialpapieren aus Deutschland. Die Kunden von Felix Schoeller benötigen eine Papierqualität, die mit einem Spezialharz imprägniert werden kann, um den Kern des Hochdrucklaminats zu bilden. Wie sich das Papier in diesem Schritt verhält, entscheidet letztlich über das Endergebnis. „Schon die kleinste Welligkeit in der Papierstruktur beeinträchtigt die Qualität. Wenn man es richtig macht, lassen sich erstaunliche Ergebnisse erreichen“, erläutert Herr Haffke. Dank der engen Zusammenarbeit mit Voith hat Felix Schoeller definitiv das Gewünschte erreicht.

Der Hintergrund

Als die Maschinen im Laufe der Jahre immer schneller wurden, stellte es sich als problematisch heraus, das Dekorpapier weiterhin absolut glatt zu legen. Felix Schoeller wandte sich an Voith, um Beratung und Unterstützung zu erhalten. Reinhard Leigraf, Process Technology Engineer für Spezialpapiere bei Voith, war für die Untersuchung verantwortlich. Mithilfe von Lichtanalysen kamen Felix Schoeller und Voith der Ursache auf die Spur. „Das Problem entstand im Herzen der Papiermaschine: im Strömungsgenerator innerhalb des Stoffauflaufs“, berichtet Herr Leigraf. Um die Problemursache zu verstehen, ist es hilfreich, einen genaueren Blick auf das Dekorpapier für das Fußbodenlaminat zu werfen. Um das hohe Niveau an Lichtundurchlässigkeit zu erreichen, das zur Bedeckung der tiefer liegenden Schichten im Laminat erforderlich ist, werden große Mengen Titandioxid benötigt. Dekorpapier erfordert einen Anteil von 20 % bis 40 %. Andere Spezialsorten nutzen etwa 10 % bis 15 % von deutlich günstigerem Lehm. Je besser das Titandioxid verteilt werden kann, desto weniger wird davon benötigt. Aber es geht nicht nur um Kosteneffizienz – sie muss ohne Beeinträchtigung der Papierqualität erreicht werden. Hierin liegt begründet, warum das Design und die Funktion des Strömungsgenerators über das Endergebnis beim fertigen Fußbodenbelag entscheiden. „Papier mit einem derartig hohen Anteil an Titandioxid weist ganz andere Fließeigenschaften auf als grafische Papiere. Wir stellten fest, dass es bei Dekorpapier von Nachteil ist, wenn die Strömung im Stoffauflauf zu stark ist“, berichtet Herr Leigraf. „Also entwarfen wir einen ganz neuen Stoffauflauf, den MasterJet Pro mit ModuleJet.“ Die Anpassungen am Stoffauflauf führten zu einer gleichmäßigeren Verteilung der Fasern in der Bahn und der gewünschten Papierqualität auf der Rolle bei einem sehr guten Flächengewichtsprofil.

Das Ergebnis

„Dieses einzigartige Headbox-Design ergab einen derartigen Unterschied in unserer Produktion, dass wir seitdem schon zwei weitere Stoffaufläufe bestellt haben“, bestätigt Hans-Christoph Gallenkamp, COO Felix Schoeller Group. Ein zufriedener Kunde führt zu einem zufriedenen Lieferanten. Und wie Herr Leigraf betont, steht dieselbe Lösung nun allen Herstellern von Dekorpapier zur Verfügung: „Indem wir ein kompliziertes Problem für einen Partner lösten, haben wir neue Möglichkeiten für alle Hersteller von Dekorpapier eröffnet.“ Und nicht nur für Fußbodenlaminat: Dieselben Vorteile werden auch bei Möbeloberflächen und Küchenfronten erreicht. Seit der Einführung des neuen Designs sind bereits mehr als acht Aufträge von verschiedenen Herstellern eingegangen.

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