Diese Website verwendet Cookies, die es uns erlauben, Ihnen das bestmögliche Surferlebnis zu präsentieren. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte unsere Datenschutzerklärung.

Menü
    

Virtuelle Realität hat viel zu bieten

Papier wird virtuell

Immersiv, interaktiv und direkt – die virtuelle Realität hat viel zu bieten. Thomas Holzer, President Business Line Projects, Division Paper, erklärt, warum die zukunftsweisende Technologie so gut zur Papierbranche passt.

Völlig eingetaucht in den Augenblick: Thomas Holzer, President Business Line Projects, Division Paper, erkundet eine virtuelle Voith Papiermaschine.

Warum virtuelle Realität, warum jetzt?  
Die virtuelle Realität ist ein faszinierendes Werkzeug. Sie ermöglicht das vollständige und unmittelbare Eintauchen in eine künstliche Welt, die sich unglaublich real anfühlt, obwohl die Fabrik oder die Maschine physisch nicht vorhanden sind. Und alles, was wir brauchen, ist verfügbar: die Erfahrungen aus der Gaming-Branche, Hardware und Datenformate für Virtual-Reality- Anwendungen, eine engagierte Industrie, ein enthusiastisches Entwicklungsteam und natürlich mehr als 150 Jahre Branchenwissen. Es ist genau die richtige Zeit, dies alles zu verbinden, damit unsere Kunden von den Ergebnissen profitieren können.


Die virtuelle Realität ist ein faszinierendes Werkzeug. Sie ermöglicht das vollständige und unmittelbare Eintauchen in eine künstliche Welt, die sich unglaublich real anfühlt.
Thomas Holzer, President Business Line Projects, Division Paper


Wie ist es, eine Voith Papiermaschine virtuell zu begehen?  

Sie setzen die Brille auf und sehen sofort die Maschine, als wären Sie in einem realen Werk. Sie erleben eine 300 Meter lange Maschine: die Tiefe, die Länge, die Höhe. Wir haben auch Sound hinzugefügt, sodass Sie die Fertigung hören können. Wenn Sie eine Maßnahme wie einen Mantelwechsel durchführen, sind die Werkzeuge zur Hand – Sie können tatsächlich einen Bohrer nehmen und damit einen Bolzen befestigen. Und es macht Spaß! Dazu tragen auch Videos bei. Wenn z. B. ein Kran eine 50-Tonnen-Walze bewegen muss, wird dieses Verfahren als Video wiedergegeben, um das gesamte immersive Erlebnis zu ergänzen.

Ist es schwierig, sich an die virtuelle Umgebung anzupassen?
Überhaupt nicht. Die Technologie der virtuellen Realität ist sehr intuitiv. Es braucht nur wenige Minuten, um sich mit den Funktionen und Steuergeräten vertraut zu machen. Die größte Herausforderung ist es, die Beine im Zaum zu halten. Man sieht eine große Maschine vor sich, hat zum Gehen aber real nur begrenzt Platz. Deshalb müssen Sie lernen, virtuell zu springen. Das dauert jedoch nicht lange, und sobald Sie wissen, was Sie tun, ist es wirklich spannend. Inzwischen haben schon mehrere Kunden unsere VR-Anwendungen erlebt. Alle hatten danach ein Lächeln im Gesicht und waren von dem Potenzial begeistert.

Konkrete Einblicke für Kunden und Ingenieure.







Ein einfaches Headset: das Gateway zur virtuellen Welt.



Wie profitieren die Kunden?

Die virtuelle Realität lässt bestimmte räumliche und zeitliche Herausforderungen verschwinden und bietet den Kunden dadurch in jeder Phase – von der Planung bis zur Schulung – einzigartige Chancen. Wenn sie die VR-Brille aufsetzen, können sie ihre Maschine schon in der Planungsphase sehen und erleben.

Auch der Schulungsbereich ist für unsere Kunden wichtig. Durch den Einsatz von VR können Kunden ihr Team bereits im Vorfeld mit einer Maschine vertraut machen und Instandhaltungs- und Sicherheitsschulungen durchführen. In Märkten mit einer relativ alten installierten Basis, wie z. B. Nordamerika, kann die derzeitige Nutzergeneration über die Schulungstechnologie schneller auf den neuesten Stand gebracht werden und es können Mitarbeiter mit wenig Branchenerfahrung geschult werden. In Regionen mit relativ neuen Maschinen, wie z. B. Europa, wecken Sicherheitsanwendungen das größte Interesse.

Profitieren auch die Voith Ingenieure?  
Natürlich! Zuerst einmal dadurch, dass sie die Ergebnisse ihrer Arbeit schon in der Entwurfsphase sehen und erleben können. In der Vergangenheit mussten sie warten, bis die Maschine gebaut war. Jetzt zeichnen sie sie am Computer und können sie sofort ausprobieren.

Zudem bietet die virtuelle Realität auch Einblicke in die Kundenerfahrung. Sind die Bolzen zu hoch angebracht? Besteht die Gefahr, dass der Kunde sich den Kopf anschlägt? Die Ingenieure können die Dinge aus der Kundenperspektive erleben und ihre Entwürfe anschließend entsprechend optimieren. Das führt zu wesentlich benutzerfreundlicheren Resultaten.

Welche Rolle spielt die Gamifizierung?  
Traditionell finden Schulungen in einer Klassenzimmerumgebung statt. Dort kann es eine Herausforderung sein, die Teilnehmer bei der Stange zu halten, und die Teilnehmer fragen sich vielleicht, wie sie das erworbene Wissen praktisch anwenden können. Die virtuelle Realität ist erfrischend eindeutig: Die Benutzer müssen eine Aufgabe korrekt ausführen, denn sonst funktioniert es nicht, genau wie in der Realität. Die Gamifizierung – mit ihren zeitlichen Vorgaben und Problemlösungskomponenten – steigert das Engagement und bietet die Möglichkeit, die Qualität der Schulung zu testen. Sie können nach dem Zufallsprinzip Fehler in die Schulung einbauen, dann den Teilnehmern die Aufgabe geben, die Fehler zu finden, und abschließend bewerten, wie erfolgreich sie waren. Insgesamt ist das Lernen auf diese Weise wesentlich schneller als in einem traditionellen Setting.

Die Ingenieure können die Dinge aus der Kunden perspektive erleben und ihre Entwürfe anschließend entsprechend optimieren. Das führt zu wesentlich benutzerfreundlicheren Resultaten.
Thomas Holzer, President Business Line Projects, Division Paper


Was ist mit Augmented Reality?
Wir haben beide Welten – virtuelle Realität und Augmented Reality – und beide Systeme haben ihre Berechtigung. Augmented Reality setzen wir etwa bei OnCare ein, unserem System für die Wartungsunterstützung. Das ist ein hervorragendes Werkzeug, das relevante Echtzeitinformationen liefern kann. Beispielsweise kann es Ihnen sagen, wie Sie ein Ventil wechseln, oder Bedienerhinweise für einen bestimmten Installationsprozess geben. Doch Sie müssen dafür das Objekt vor sich haben. Mit der virtuellen Realität haben Sie bereits im Voraus und auf kleinem Raum alle Möglichkeiten und sind nicht an ein physisches Werk gebunden.

Wenn ein Kunde eine Instandhaltung durchführen muss, ist eine Unterstützung per Augmented Reality direkt an der Maschine sinnvoll. Wenn allerdings eine Gruppe im Voraus ein Instandhaltungsverfahren trainieren möchte, dann ist die virtuelle Realität gefragt. Die beiden Technologien ergänzen einander.

Was ist der nächste Schritt?  
Jeder wird eine VR-Brille neben seinem Computer liegen haben. Es wird auch Entwicklungen geben, die ein noch stärkeres Eintauchen ermöglichen: Handschuhe mit haptischem Feedback anstelle von anderen Steuergeräten, optisches Tracking der Handbewegungen und ein realistischerer Sound.

Auch die Art, wie wir miteinander interagieren, wandelt sich. Der Trend geht weg vom Physischen und hin zu VR-Räumen. Für zukünftige Generationen – und das gilt sowohl für die Kunden als auch für Voith – wird es die Norm sein, dass man nicht physisch anreist, sondern sich in einer virtuellen Umgebung trifft. Einige Veränderungen kommen schneller, als wir es uns im Moment vorstellen können, doch wir verfolgen das sehr genau.

RIGHT OFFCANVAS AREA